Arten
200-300 Arten kennt man in den tropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens. Einige von ihnen sind heute auch in den Mittelmeergebieten eingebürgert. Als Zimmerpflanze wird meist J. officinale verkauft. Zum Verwechseln ähnlich ist J. polyanthum. Er wächst stärker und duftet intensiver. Manchmal sind seine Blüten leicht rosa überhaucht. Schwächer wächst J. sambac aus dem tropischen Asien. Er beginnt schon im März zu blühen und braucht, im Gegensatz zu den anderen Arten, einen wärmeren Winterplatz (ca. 18 Grad).
Nachtjasmin (Pflanze), Cestrum nocturnum Diese hungrige Pflanze duftet nachts

Wie der Name schon sagt, dieser in keiner Weise mit dem echten Jasmin verwandte Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse verströmt hauptsächlich nachts und in den Abendstunden seinen Blütenduft, der aus vielen kleinen hellgelben Blüten kommt. Sehr wüchsig, jedes Jahr zurückschneiden, Kübelpflanze.
Gelber Jasmin (Pflanze), Gelsemium sempervirens Ritualkraut der Azteken

Ein schlingender, oder in Gefäßen auch herabhängender Jasmin aus Amerika mit gelben Blüten im Spätherbst, die einen klaren, frischen Duft verströmen. Das Wahrzeichen des Staates North-Carolina, deswegen auch die Bezeichnung ‘Carolina Jasmine’.
Schon ein ca. 5 Quadratmillimeter großes Stück vom Blatt (ausgekaut) hat eine spürbare Wirkung. Größere Mengen sind gitftig! In kleiner Dosis wurde die Pflanze einstmals als gut wirkendes Mittel gegen Neuralgien und wegen seiner krampflösenden Eigenschaften bei Keuchhusten, Asthma, Migräne, Schlaflosigkeit, Darmbeschwerden und zur Blutdrucksenkung eingesetzt. Die Indolalkaloide sind vermutlich auch für die psychoaktive Wirkung verantwortlich.
Bei den Azteken wurde die Wurzel angeblich bei sogenannten Gottesurteilen benutzt: Nachdem der Angeklagte einen Trank dieser Wurzel zu sich nimmt, stirbt er oder bleibt am Leben - ganz nach dem „Willen” Gottes! Die Wirkung ist lähmend, wobei das Bewußtsein bis zum Tod bestehen bleibt. Warnhinweis: Lebensgefährliche Vergiftungen sind möglich. Hinweis: giftig
Arabischer Jasmin (Pflanze),
Jasminum sambac Bevorzugt für orientalisches Jasminwasser

Ganz anders als der bekannte Jasmin hat dieser dicke, herzförmige, ledrige Blätter. überhaupt ist er nicht nur von der Erscheinung, sondern auch vom Pflegeanspruch her robuster, und er ist auch keine Kurztagpflanze! Verträgt viel Trockenheit; aber keinen Frost, kann aber kalt überwintert werden. Die Blüten dieser Art werden für die Aromatisierung von Jasmintee und zum Würzen bevorzugt. Sie sind etwas größer, und duften intensiver. Im Sommer können sie ganze Gewächshäuser oder Wintergärten parfümieren. Auch in Indien verbreitet.
Chinesischer Teejasmin (Pflanze), Jasminum grandiflorum Diese Art blüht 12 Monate im Jahr

Sehr reichblühende Art, die ganz ähnlich dem französischen Jasmin, fein geteilte Blätter hat, jedoch besser als Zimmerpflanze geeignet ist. Blütezeit: Sommer bis Herbst. Zusammen mit anderen Jasminarten zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet (Jasmintee) ist es in China das beliebteste Hausgetränk. Wie wir jetzt erfahren haben, ist es diese Sorte, die in großem Maße in Südfrankreich in der Gegend um Grasse (Parfümkennern ein Begriff!) angebaut wird. Die Gewinnung des ätherischen Öls geschieht hauptsächlich durch Enfleurage. Dabei wird gereinigtes Fett (Olivenöl, Schmalz) mit den frischen Blüten bestreut. Diese geben kontinuierlich ihren Duft an das Fett ab und werden täglich ausgetauscht. Dasselbe wird auch mit in Olivenöl getränkten Leinentüchern gemacht, welches nach dem Auspressen das sog. 'huile antique au jasmin' ergibt. Jasminsirup (abwechselnde Lagen von Blüten und Zucker, mit feuchten Tüchern bedeckt, kühl gestellt) wurde im 19. Jh. gelobt als 'exzellente Medizin' bei Erkältungen und anderen Erkrankungen der Atemwege. Probieren Sie auch einmal Jasminbutter! Arabischer und französischer Jasmin lassen sich übrigens genauso verarbeiten.
Französischer Jasmin (Pflanze), Jasminum officinalis Braucht etwas länger, um sich zu entwickeln

Ein bis ca. -15° C winterharter Jasmin mit den typischen weißen, duftenden Jasminblüten von Spätsommer bis Herbst. Meist laubabwerfend; Rückschnitt im Herbst/ Winter.
Indischer Jasmin (Pflanze), Nycthanthes arbor-tristis Heil- und Duftpflanze im Ayurveda

[Parijat, Harshringar] Tropischer Strauch mit winzigen cremeweißen, aber sehr stark duftenden Blüten, die auch für Parfüm verarbeitet werden. Der Duft der Blüten ist schon fast kitschig, falls dieser Terminus für Düfte erlaubt ist, und erinnert mich stark an die typischen indischen Räucherstäbchen mit ihren aufdringlichen Duftnoten. Man glaubt kaum, dass dieser Duft von einer einzelnen Pflanze ausgehen kann. Aber so ist Indien nun mal: grell und bunt. Wie das Land, so die Pflanze? Die Blätter finden in der indischen Medizin Gebrauch bei Rheuma, gegen Fieber, Malaria, Gelbsucht, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden, Ekzeme, Ischiasbeschwerden. Braucht ganzjährig mindestens Zimmertemperatur. Lieferbar ab September 2008.
Sternjasmin (Pflanze), Trachelospermum jasminoides Kleine Sternblüten mit süßem, muskatähnlichem Duft

Zuerst im Süden Frankreichs wurde ich aufmerksam auf diesen dort sehr verbreiteten Kletterstrauch mit seinen kleinen, aber üppigen, sternförmigen Blüten, die eine einzigartige Mischung aus Jasmin, Muskat und Nelken verströmen. Im Vergleich zum echten Jasmin ein sehr dunkles intensives Aroma, das sich, wie bei vielen Duftpflanzen, besonders in feuchter Wärme ausbreitet. Gut geeignet als Zimmerpflanze und für Wintergärten. Pflegeleicht.Braucht ganzjährig mindestens Zimmertemperatur. Lieferbar ab September 2008.


